zu treffende (Vorsichts-)Maßnahmen:

Die wichtigste Frage sollte zuerst geklärt werden: Schlägt Apophis überhaupt ein? Es sind wahrscheinlich tausende Wissenschaftler auf der ganzen Welt mit Berechnungen, Beobachtungen und Ausloten von theoretischen und praktischen Möglichkeiten beschäftigt, die eine genaue Bahnberechnung vorher bestimmen könnten.
U.a. setzt die NASA darauf, bei dem Vorbeiflug im Jahre 2029 einen Lander auf Apophis zu befördern, mit dem eine genaue Positionsbestimmung möglich sein sollte.

Die ESA probiert zur Zeit mit Ihrer Rosetta-Mission aus, einen Asteroiden anzufliegen, zu Umkreisen und dann einen Lander auf ihm abzusetzen.
Rosetta ist eine Raumsonde der ESA, welche am 2. März 2004 mit einer Ariane 5 G+ gestartet wurde und nun auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ist. Rosetta, gebaut von EADS Astrium in Friedrichshafen, ist der erste Kometen-Orbiter und wird im Jahr 2014 in eine Umlaufbahn  um diesen kleinen Himmelskörper einschwenken und ihn erforschen.
An Bord von Rosetta ist auch der 100 kg schwere Lander Philae, der auf der Oberfläche des Kometen aufsetzen soll. Er wird sich mit etwa 1 m/s dem Kometen nähern und mit Hilfe eines kardanisch (mit zwei Freiheitsgraden) gelagerten dreibeinigen Landegestells und dem zwischen Sonde und Landegestell befindlichem Mechanismus, Bubble genannt, auf dem Kometen aufsetzen, ohne von diesem wegen der niedrigen Schwerkraft  wieder abzuprallen. Die Bubble dient mehreren Zwecken. Sie dient als Dämpfungselement für das Aufsetzmanöver bei der Landung, ermöglicht dem Lander, seine Position durch Kippen und Drehen zu verändern und beherbergt die elektrischen Verbindungen zwischen der Sonde und den Sensoren in den Füßen. Das kardanische Element nimmt zusätzliche Dämpfungsfunktionen wahr, indem es die Knickbewegungen im Element abbremst. Die Fixierung am Boden soll durch drei Eisschrauben, je eine an einem Landegestellfuß, und zwei Harpunen  gewährleistet werden.

Da die Beschaffenheit des Kometen vor Eintreffen der Sonde nicht bekannt ist, wird Rosetta zunächst seine Oberfläche kartografieren und analysieren, bevor sich Philae von der Sonde löst. So hofft man, eine geeignete Landestelle ausmachen zu können, auch wenn im Vorfeld über ihre notwendige Beschaffenheit keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Nach der Landung auf der Kometenoberfläche wird Philae verschiedene physikalisch-chemische Messungen vornehmen, unter anderem wird versucht werden, organische Verbindungen wie etwa Aminosäuren im Kometeneis zu detektieren. Chirale Verbindungen werden dabei in ihre Enantiomere getrennt und quantifiziert, um die Entstehung des Lebens und dessen Homochiralität auf der Erde verstehen zu helfen.

Ursprünglich war der Start von Rosetta bereits am 13. Januar 2003 geplant und als Ziel war der Komet 46P/Wirtanen vorgesehen. Wegen Schwierigkeiten mit dem Ariane-5-Raketenprogramm wurde der Start um ein Jahr verschoben.

Auch der nächste Starttermin am 26. Februar 2004 konnte wegen widriger Witterungsbedingungen nicht planmäßig eingehalten werden und musste 20 Minuten und 40 Sekunden vor dem Abheben abgebrochen werden. Er wurde wegen der heftigen Winde in der oberen Atmosphäre um einen Tag verschoben. Am 27. Februar 2004 wurde der Start wegen eines Defekts am Hitzeschutz weiter auf Anfang März verschoben. Mit fünftägiger Verspätung ist Rosetta schließlich am 2. März 2004 vom Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Ariane 5 G+ hob um 08:17 Uhr MEZ mit der drei Tonnen schweren Sonde an Bord ab.

Der Name Rosetta bezieht sich auf den Stein von Rosetta, mit dessen Hilfe die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen gelang. Auf dieselbe Weise soll Rosetta dazu verhelfen, das Geheimnis zu lüften, wie unser Universum aussah, bevor die Planeten entstanden. Der Name des Landers Philae bezieht sich auf eine Insel im Nil, auf der ein Obelisk gefunden wurde, der bei der Entzifferung des Steins von Rosetta half. An Bord befindet sich ein Prototyp der sogenannten Rosetta Disk, einer etwa fünf Zentimeter großen Scheibe aus einer Nickellegierung, auf der etwa 15.000 Seiten Text mit Informationen für über 2.500 Sprachen in mikroskopischer Größe eingeätzt sind.

                                             

Rosetta soll auf den Wegen durch den Asteroidengürtel die zwei Asteroiden  Šteins und Lutetia besuchen. Die endgültige Entscheidung darüber fiel erst nach dem Start am 11. März 2004, da erst dann eine Abschätzung des Treibstoffverbrauchs für die Swing-bys  möglich war. Der 100 km große Asteroid Lutetia soll am 10. Juli 2010 in 3000 km Entfernung mit einer Relativgeschwindigkeit von 15 km/s passiert werden, während der zweiten Passage des Asteroidengürtels.
[Bearbeiten] Šteins-Fly-by

Am 5. September 2008 passierte Rosetta während der ersten Passage des Asteroidengürtels den 4,6 Kilometer großen Šteins in rund 800 km Entfernung. Der Asteroid konnte aufgrund eines für die ESA erstmals verwendeten optischen Navigationsverfahrens in einem exakt geplanten Abstand passiert werden. Dafür wurden die beiden Navigationskameras und die wissenschaftliche Kamera OSIRIS verwendet, um regelmäßig Bilder vom Asteroiden zu machen. Je dichter die Sonde Šteins kam, umso genauer konnte dessen Bahn relativ zur Sonde bestimmt werden. Während die Sonde Giotto im Jahr 1986 einfach auf das Zielobjekt gezielt werden konnte, um möglichst dicht an ihm vorbeizufliegen, hätte bei der Genauigkeit der Navigation während des Šteins-Fly-bys die Gefahr bestanden, mit ihm zu kollidieren.

Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen beiden Objekten war mit 8,6 km/s relativ gering. Für den Vorbeiflug, der erste dieser Art für die ESA, musste die Sonde so gedreht werden, dass die Kommunikationsantenne für 90 Minuten nicht zur Erde zeigte. Um 22:23 Uhr erreichten die ESA erneut die ersten Telemetriedaten von Rosetta, die den Erfolg des Manövers bestätigten.

Die daraufhin veröffentlichten Bilder zeigen einen diamantförmigen Körper mit einer großen Zahl von Impaktkratern, was für ein hohes Alter von Šteins spricht. Während des Vorbeiflugs wurden sowohl Daten mit der optischen Kamera als auch mit dem Spektrometer VIRTIS gesammelt. Deren Auswertung kann dabei helfen, Zusammensetzung und Entstehungsgeschichte von Šteins besser zu verstehen und so auch Rückschlüsse auf andere Asteroiden zu ermöglichen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rosetta_%28Sonde%29


 

Neben bekannten Problemen (wie technischer oder monetärer Art) gibt es auch mehrere bisher ungelöste “Probleme”, die die Berechnung der Flugbahn von Apophis schwierig machen:

a) die fly-by Anomalie
Die Fly-by-Anomalie bezeichnet ein bisher ungeklärtes Phänomen der Gravitationsforschung. Dabei handelt es sich um eine kleine zusätzliche Geschwindigkeitszunahme, die mehrere Raumsonden bei einem Fly-by  an der Erde erfahren haben.
Nach dem Start von Raumsonden werden häufig sogenannte Fly-by-Manöver durchgeführt. Bei diesen Manövern fliegen die Sonden teilweise mehrfach an der Erde vorbei und die Bahn der Missionen vor und nach einem Fly-by wird hochgenau erfasst. Abweichungen von der vorausberechneten Geschwindigkeit wurden erstmals 1990 bei der Raumsonde Galileo gemessen.

Beim ersten Vorbeiflug der Raumsonde Galileo am 8. Dezember 1990 in 959,9 Kilometern Höhe wurde eine Erhöhung der Dopplerverschiebung des von Galileo gesendeten Signals von 5 GHz um 66 mHz festgestellt, was einer unerwarteten Geschwindigkeitszunahme von 3,92 mm/s entsprach. Umfangreiche Untersuchungen beim Jet Propulsion Laboratory, Goddard Space Flight Center und der University of Texas konnten weder Messfehler noch andere Erklärungen für die Abweichungen finden. Als sich Galileo beim zweiten Erdvorbeiflug am 8. Dezember 1992 der Erde bis auf 303,1 Kilometern näherte, durchflog die Sonde bereits die Hochatmosphäre. Taugliche Messungen zur Bestätigung der beim ersten Vorbeiflug entdeckten Abweichungen waren deshalb nicht möglich.

Weitere Abweichungen wurden in der Folge auch bei den Raumsonden NEAR Shoemaker und Rosetta beobachtet. Als am 23. Januar 1998 die Sonde NEAR Shoemaker die Erde in 538,8 Kilometern Entfernung passierte, zeigte sich eine unerwartete Zunahme der Dopplerverschiebung um 730 mHz, was einer Geschwindigkeitszunahme von 13,46 Millimetern pro Sekunde entspricht. Dies war die bisher stärkste beobachtete Abweichung. Als die Raumsonde Rosetta am 4. März 2005 an der Erde in 1954 Kilometern Höhe vorbei flog, ergab sich aus den Dopplermessungen eine unerklärliche Geschwindigkeitszunahme von 1,82 Millimetern pro Sekunde. Die Daten der Raumsonde Cassini-Huygens sind diesbezüglich unbrauchbar, da die Sonde während des Fly-by über die eigenen Triebwerke beschleunigt hat. Bei der Raumsonde Messenger wurde hingegen im August 2005 keine Fly-by-Anomalie gemessen.

Bislang nicht schlüssig erklärte Veränderungen der Fluggeschwindigkeit werden seit den 1980er Jahren auch bei den Raumsonden Pioneer 10 und 11 beobachtet. Dort wird das Phänomen als Pioneer-Anomalie bezeichnet. Ob es sich dabei um das gleiche Phänomen handelt, ist derzeit ungeklärt.

Die zur Zeit noch nicht erklärbare Diskrepanz ist zwar klein genug, um in Satellitenmissionen vernachlässigt zu werden, führt jedoch zu Zweifeln, ob die Gravitationsphysik des Sonnensystems  vollständig verstanden ist. Der von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagte Lense-Thirring-Effekt reicht für die Beobachtungen nicht aus. Inzwischen wurde von Forschern des Jet Propulsion Laboratory eine empirische Formel zur Berechnung der Fly-by-Anomalie entwickelt, nach der diese von dem Anflug- und Abflugwinkel im Verhältnis zum Äquator abhängt. Bei dem Vorbeiflug der Raumsonde Rosetta im November 2007 konnte eine auf Basis dieser Formel ermittelte Abweichung jedoch nicht bestätigt werden.

Eine neue, erfolgversprechende Hypothese von Jean-Paul Mbelek vom französischen Kernforschungszentrum CEA-Saclay schlägt vor, die Anomalie mit der Speziellen Relativitätstheorie zu erklären. Seiner Ansicht nach ist die Anomalie kein im eigentlichen Sinne physikalischer Effekt, sondern lediglich auf die bisher unzureichende, weil nichtrelativistische Betrachtung des Phänomens zurückzuführen.
 

b) die Pioneer-Anomalie:
Die Pioneer-Anomalie ist ein leichtes Abweichen der 1972 und 1973 gestarteten baugleichen NASA-Sonden Pioneer 10 und Pioneer 11 von deren berechneten Flugbahnen, genauer: eine konstante Abbremsung der Sonden auf ihren Bahnen, die sie aus dem Sonnensystem hinausführen sollen. Dieses Phänomen ist trotz einiger Forschung dazu bisher wissenschaftlich ungeklärt. Diskutiert wird eine ganze Bandbreite von Erklärungen: von so einfachen Effekten wie einem Schub  durch austretendes Gas bis hin zu einem bislang unbekannten physikalischen  Effekt.
Der Effekt fiel um 1980 auf, als die Pioneer-10-Sonde etwa 20 Astronomische Einheiten von der Erde entfernt war. Es wurde beobachtet, dass die Sonde mit einer konstanten Beschleunigung unbekannter Herkunft von (8,74±1,33) · 10−10 m/s² zur Sonne hin[1]  abgelenkt wird. Dies entspricht etwa 10−5 der Beschleunigung durch die Gravitation des Sonnensystems und führt über einen Zeitraum von 15 Jahren zu einer Abweichung von circa 100.000 Kilometern (etwa 0,0007 Astronomischen Einheiten) von der berechneten Position.

Zu dieser Zeit war der bekannte und in den Berechnungen berücksichtigte Druck, den die Sonnenstrahlung auf die Sonden ausübt, auf etwa 4 · 10−10 m/s² gesunken. Erst dadurch wurde die unerklärliche Beschleunigung messbar, die vorher im variablen Strahlungsdruck unterging. Die Abweichung von den berechneten Werten wurde bei den Messungen des Dopplereffekts an den von den Sonden zurückgesendeten Radiosignalen (zur Geschwindigkeitsbestimmung) auffällig und durch die Messungen der Laufzeiten der Signale (zur Entfernungsbestimmung) bestätigt.

Die Anomalie wurde jedoch zunächst nicht ernst genommen und als zufälliger Fehler interpretiert. Erst 1994, als der Effekt nicht verschwand, wurde er genauer untersucht. Dabei wurden von den Sonden Pioneer 10 und Pioneer 11 – die sich in die nahezu entgegengesetzte Richtung voneinander entfernt hatten und deren Daten den bis auf höchstens drei Prozent Unterschied gleichen Effekt zeigten – die Bahnwerte systematisch auf mögliche Ursachen hin analysiert, ohne dass ein vollständiges Erklärungsmodell gefunden werden konnte.

Die Pioneer-Sonden waren die ersten vom Menschen geschaffenen Objekte, die das Sonnensystem verlassen haben. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die beobachtete Anomalie bei ihnen als erstes bemerkt wurde. Aufgrund anderer stärkerer Beschleunigungen in Sonnennähe (wie der erwähnte Sonnenwind) ist die Anomalie erst in großen Entfernungen messbar. Daher kann bei geoorbitalen Satelliten und Mondsonden keine Abweichung festgestellt werden.

Es wurde aber berichtet, dass derselbe Effekt sich auch bei der inzwischen verglühten Jupitersonde Galileo und der europäisch-amerikanischen Sonnensonde Ulysses zeigte, obwohl für diese die Daten weniger präzise und allein nicht allzu aussagekräftig waren. Ein Aspekt, warum die Pioneer-Sonden gutes Datenmaterial liefern, ist deren einfache gyroskopische Fluglagenstabilisation, die leicht vorhersehbar und berechenbar ist und sich damit als mögliche Fehlerquelle leicht ausschließen lässt. Spätere Langstreckensonden wie zum Beispiel die oben erwähnten Galileo und Ulysses oder auch die beiden Voyager-Sonden wurden 3-Achsen-stabilisiert konstruiert, wodurch die Einflüsse der Lageregelung durch die Steuerdüsen häufiger und weniger präzise herauszurechnen sind.

Die gefunkten Daten der Pioneer-Sonden wurden vor 1987 noch nicht digital erfasst. Erst nach einer gründlichen Auswertung dieser ungeordneten Werte kann eine sondenspezifische Ursache der Anomalie möglicherweise weitgehend ausgeschlossen werden.

Als mögliche Erklärungen werden in Betracht gezogen:

    * Daten- und Rechenfehler jeglicher Art
    * Effekte der Sonde selbst wie
          o Rückstoß von aus den Treibstofftanks austretendem Gas
          o elektromagnetische Kräfte aufgrund elektrischer Ladung der Sonde
          o räumlich ungleichmäßige Wärmeabstrahlung gespeist von der Plutonium-Energiequelle
          o ungleichmäßige Alterung der Sondenoberfläche, was in einer ungleichmäßigen Wärmeabstrahlung resultiert
    * Effekte des Sonnensystems wie
          o Gravitationskräfte des Kuipergürtels
          o Reibungswiderstand durch interstellare Materie
          o Einschläge von Mikrometeoriten
          o ungenaue Modelle der solaren Strahlung und des Sonnenwindes
    * grundlegend neue Effekte wie
          o Gravitationseffekt von Dunkler Materie
          o Modifizierte Newtonsche Dynamik (MOND)
          o Machsches Prinzip

Die sondenspezifischen Effekte sind zwar sehr gut untersucht, jedoch kann eine Erklärung durch Gaslecks oder eine nicht-isotrope Wärmeabstrahlung weiterhin nicht völlig ausgeschlossen werden. So schreibt eine Gruppe um Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory in ihrer ausführlichen Analyse: „Bis mehr bekannt ist, müssen wir zugeben, dass die wahrscheinlichste Ursache des Effekts eine unbekannte systematische ist. (Wir selbst sind geteilter Ansicht darüber, ob ‚Gaslecks‘ oder ‚Wärme‘ diese ‚wahrscheinlichste Ursache‘ ist.)“

Als mögliche externe Effekte kommen Gravitationseffekte durch eine ungewöhnliche Massenverteilung im Kuipergürtel oder Reibung durch interstellare Materie in Frage. Die bisherigen Messdaten für Bereiche außerhalb des Sonnensystems deuten jedoch darauf hin, dass die Dichte des interstellaren Mediums und des Staubs im Kuipergürtel um mehrere Größenordnungen zu niedrig ist, um den Effekt erklären zu können. Neben den oben genannten Effekten können bisher unberücksichtigte Vorhersagen der bekannten Physik eine Rolle spielen – so wurde erst 2003 eine Bremswirkung durch eine Spin-Rotations-Kopplung gefunden. Diese ist jedoch um einen Faktor 10.000 zu klein, um den Effekt erklären zu können.

Einige Wissenschaftler sehen in der Anomalie einen Hinweis auf eine „neue Physik“, die nicht durch die etablierten Standardtheorien erklärbar ist. Ein Ansatz hierzu ist die modifizierte Newtonsche Dynamik, da diese eine anomale Beschleunigung der Sonden in der beobachteten Größenordnung liefern würde.

Die Größe der Beschleunigung entspricht im Rahmen der Messgenauigkeiten dem Produkt aus der Lichtgeschwindigkeit und der Hubble-Konstanten. Ob diese Übereinstimmung mit der Bahnanomalie zusammenhängt, wird derzeit ebenfalls diskutiert.


Schon seltsam, da versucht man uns heute zu erzählen, dass Apophis mit Sicherheit nicht auf unsere geliebte Erde stürzt und auf der anderen Seite ist man offensichtlich nicht in der Lage, zu verstehen, wieso sich Sonden so verhalten, wie sie sich verhalten?! Erschreckend, oder?

 

Des weiteren sollte überlegt werden, wie man sich generell für so einen impact wappnen kann. Also unseren Fortbestand sichern können. Hierzu gibt es in der Filmindustrie genügend Beispiele (Armageddon, Deep Impact oder aktuell 2012).

Ziel muss und darf nur das Überleben der Rasse Mensch sein.
Dieses schließt natürlich die Sicherung von Ressourcen wie Nahrung (Fauna und Flora) sowie des bereits angereicherten Wissens ein.

Fauna:
Die Zoos und Tierparks der Welt züchten heute schon Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Hier muss aufgesetzt werden und zumindest von jeder Tierart 2 Exemplare sowie Stammzellen eingefroren werden. In naher Zukunft wird es ggf. möglich sein, aus vorhandenen Zellen nach zu züchten.

Flora:
Hier müssen Samenbanken errichtet werden, um die pflanzliche Vielfalt zu retten. Seltsamerweise wurde mit dem Bau eines solchen Objektes 2006 in Norwegen im ewigen Eis bei Spitzbergen begonnen.

Longyearbyen (Norwegen), 26.02.2008 – In der Nähe des kleinen Flughafens Longyearbyen auf der norwegischen Insel Spitzbergen, nur 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, wird heute „der wichtigste Kühlschrank der Welt“, eine Saatgutbank mit Platz für 4,5 Millionen Samenproben von Nutz- und Kulturpflanzen, seiner Bestimmung übergeben. Zur feierlichen Eröffnung dieser größten Saatgutbank der Welt haben EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg und die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Muta Maathai ihr Kommen angekündigt.

Die auf Spitzbergen eingelagerten Vorräte sollen unter anderem sicherstellen, dass auch nach globalen Naturkatastrophen oder Kriegen noch Samen für den Anbau von Nutzpflanzen zur Verfügung stehen. Der norwegische Landwirtschaftsminister Terje Riis-Johansen bezeichnete das Projekt als „eine moderne Arche Noah“, das in erster Linie jedoch der Bewahrung der Artenvielfalt für zukünftige Generationen dienen soll. Von den vor 80 Jahren in Mexiko angebauten Maissorten beispielsweise gebe es heute nur noch 20 Prozent, sagt der Genforscher und Projektleiter Ola Westengen.

Um die Samen sicher zu lagern, wurde 130 Meter über dem Meeresspiegel ein 120 Meter langer Tunnel durch den Permafrostboden in einen Berg gebohrt. Der Gang führt zu drei sechs Meter hohen Hallen, die auf eine konstante Temperatur von -18 Grad Celsius gekühlt werden. Bei dieser Temperatur ist das eingelagerte Saatgut auch nach vielen hundert Jahren noch keimfähig. Erste Samenproben sind bereits an ihrem Bestimmungsort eingetroffen. Aus dem nigerianischen Internationalen Institut für Tropfen-Landwirtschaft kamen 20 Kisten mit 7.000 Samenproben, die aus 36 afrikanischen Ländern stammen. Auf den Philippinen wurden Proben von 70.000 verschiedenen Reissorten gesammelt, die nun nach Spitzbergen geschickt werden sollen. Auch ein Teil der insgesamt über 10.000 Samenproben aus Deutschland ist bereits auf Spitzbergen angekommen. Unter diesen bisher 2.589 Proben, die das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben (IPK) gesammelt hat, befinden sich Samen von Bohnen, Kichererbsen, Hafer, Gerste und Weizen. Insgesamt wollen sich 175 Länder der Welt an dem Projekt beteiligen, für dessen Realisierung die norwegische Regierung bisher rund 50 Millionen Kronen (6,3 Millionen Euro) aufgewandt hat. Die laufenden Kosten werden von Norwegen und den Vereinten Nationen getragen.
Quelle: http://de.wikinews.org/wiki/Spitzbergen:_Gr%C3%B6%C3%9Fte_Samenbank_der_Welt_wird_er%C3%B6ffnet


Wissen:
Eine nicht zu unterschätzende Frage dürfte sein: wie kann ich das Wissen für die Nachwelt erhalten und zwar so, dass es abrufbar und nutzbar ist?
Man kann nicht einfach wikipedia nehmen und auf DVD brennen, denn es sollte schon ohne Strom funktionieren. Die, für die dieses Wissen aufgehoben wurde, sollten auch wissen, wo sich dieses Wissen befindet und wie man den “Tresor” öffnet. Oder sollte man von Anfang an davon ausgehen, dass nur Überlebende, die auch noch über ausreichend Technik verfügen, Nutzniesser dieses Wissen sein können/sollten/dürften?

Aber das ist auch ein grundlegendes Problem unserer Zivilisation: die Abhängigkeit von Energie, gleich welcher Art...........hier gilt es also noch Lösungen zu entwickeln, die über den Lösungsansatz von geritzten Steinen oder bedruckten Seiten hinaus gehen.

Erschreckend ist auch, dass man (wir) für so einen Fall, rein gar nichts unternehmen. Das Space Shuttle Programm wird eingestellt, und das Nachfolgeprogramm ORION ist m.E. ein Rückfall in die (weltraumliche) Steinzeit des Apollo-Programms. Die Russen haben, genauso wie die Europäer Ihre Gleiterprogramme eingestellt - mangels Geld. Das Problem bei einer Abwehr eines möglichen Kandidaten ist die “Unmöglichkeit” einer schnellen Reaktion. Wir benötigen heute zig Tage Vorbereitung, um eine Last in den Orbit zu transportieren. Wir haben nicht eben viele Transportmittel und über die Nutzlast einer Rakete braucht man sich nicht zu unterhalten. (vgl. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Ariane_5 )
Was wir also wirklich brauchen, ist eigentlich ein Raumfahrzeug, das große Nutzlasten günstig und wiederverwendbar ins All transportieren kann, nur dann werden wir überhaupt eine Chance gegen plötzlich auftauchende Asteroiden haben. Denn eine Vorwarnzeit wie bei Apophis (20 Jahre plus x) ist mit Sichehreit nicht die Regel.
 

 

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Ostersonntag, der 13.April 2036......

 .......ein Datum, das wir uns merken sollten.......